Starkregenvorsorge

Das Umweltamt der Stadt Bornheim hat umfangreiche Informationen zum Hochwasserschutz,  Informationen zu Starkregen, möglichen Gefahrenpunkten und Vorsorge zusammengestellt. Auch die Verbraucherzentrale NRW sowie das Abwassernetzwerk Rheinland stellt weitere Informationen zur Verfügung, z.B den Leitfaden zur Starkregenvorsorge für Hauseigentümer (darin enthalten auch das Thema „Rückstauschutz“). Enthalten ist zudem eine Checkliste, die hilft eine Selbstbeurteilung vorzunehmen.
Sollte dabei festgestellt werden, dass das eigene Haus gefährdet ist, bietet Frau Ortwein vom Stadtbetrieb Bornheim eine Starkregenberatung an. Termine können donnerstags, jeweils von 8:30 bis 12:30 Uhr, telefonisch unter 02227 / 9320-78 oder per E-Mail an
starkregenberatung(at)sbbonline.de vereinbart werden.




Schließlich haben Stadt und Stadtbetrieb gemeinsam einen Flyer mit vielen Hinweisen zusammengestellt, wie man sich vor Überschwemmungsschäden und Rückstau aus dem Kanal schützen kann. Der Flyer wurde mit der Abwasserrechnung 2021 an alle Grundstückseigentümer verschickt. Er kann auch hier heruntergeladen werden:

Interessante Webinare zu dem Thema finden Sie u.a. auf den Seiten des Abwassernetzwerk Rheinland sowie der Verbraucherzentrale NRW. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat zu dem Thema ein Video Starkregen, wie man Gebäude davor schützt veröffentlicht. Herstellerbeispiele u.a. zur Starkregenvorsorge finden Sie auf den Seiten des HochwasserKompetenzCentrum (HKC) e.V.

Starkregen

Informationen für Grundstückseigentümer

Am 14.07.2021 war das Stadtgebiet Bornheim von einem Starkregenereignis betroffen, das in diesem großflächigen Umfang aus unserer Erkenntnis noch nicht aufgetreten ist. Die Schäden waren überdurchschnittlich hoch.

Was ist Starkregen?

Von Starkregen spricht man bei großen Niederschlagsmengen, die in kurzer Zeit und häufig im Zusammenhang mit Unwettern fallen. Meistens tritt Starkregen räumlich begrenzt auf. In der Folge kann es zu lokalen Überflutungen, auch an Gewässern, kommen.

Wann tritt Starkregen auf?

Insbesondere im Sommerhalbjahr tritt Starkregen auf. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. An heißen Tagen entstehen durch die Verdunstung massive Quellwolken. Wenn diese mit der kalten Luft zusammentreffen, kondensiert die Feuchtigkeit schlagartig und es kommt zu unwetterartigen Niederschlägen auf relativ kleinem Raum.

Welche Gebiete sind besonders betroffen?

  • Grundstücke in Nähe von Bächen, Gewässern
  • Grundstücke in Senken
  • besonders dicht besiedelte Stadtviertel
  • Grundstücke am Hang (durch wild abfließendes Oberflächenwasser mit hohen Fließgeschwindigkeiten)

Welche Gebäude sind gefährdet?

  • tiefliegende bzw. unterirdische Räume oder Infrastrukturen, in die das Wasser bei Starkregen oberflächig eindringen kann (z.B. Souterrainwohnungen, Keller, Tiefgaragen, Unterführungen, Tunnel, U-Bahnhöfe)
  • Objekte in Bereichen ohne ausgeprägte Bordsteinkante (wild abfließendes Oberflächenwasser kann in Gebäude eindringen) 
  • tiefliegende Räume in Gebäuden ohne Rückstausicherung

Was tut die Stadt Bornheim bzw. der Stadtbetrieb Bornheim AöR zum Schutz gegen Starkregen?

Das Abwasserwerk des StadtBetrieb Bornheim AöR plant und betreibt das öffentliche Kanalnetz sorgfältig und trägt somit aktiv zum Schutz vor Überflutungen bei. Es werden gezielt Netzverknüpfungen und Regenrückhalteräume geschaffen, um somit die Speicherkapazitäten im Kanalnetz intelligent zu steuern.

Seit 2015 liegen integrierte Hochwasservorsorgekarten für das Stadtgebiet Bornheim vor, denen entnommen werden kann, welche Straßen und damit auch welche Grundstücke von Überflutungen betroffen sind. Integriert bedeutet, dass bei der Erstellung sowohl Wasser aus den Bächen als auch aus dem Abwassernetz und das oberflächlich abfließende Niederschlagswasser unter die Lupe genommen wurden. Die Karten stellen Überflutungen bei verschiedenen jährlichen Ereignissen dar. Sie sind Ergebnis der "Studie zur Integrierten Hochwasservorsorge" (als Kurzfassung), die 2014 vom Abwasserwerk in Auftrag gegeben und im Februar 2015 verschiedenen politischen Gremien vorgestellt und anschließend veröffentlicht wurde. Das Unwetter vom 14. Juli 2021 hat die Ergebnisse der Studie zum großen Teil bestätigt.

Basierend auf diesen Untersuchungen hat das Abwasserwerk bereits vor dem Unwetter vom 14.07.2021 die Erstellung eines "Handlungskonzeptes kommunales Starkregenrisikomanagement für Bornheim" geplant und nach Eingang des Förderbescheids vom 15.07.2021 beauftragt. Ende März wurde das Handlungskonzept im Verwaltungsrat des Stadtbetriebs und Ende April im Umweltausschuss vorgestellt. Im Umweltausschuss wurde darüber hinaus eine Übersicht über die von der Stadt seit dem Unwetter ergriffenen Maßnahmen gegeben.

Auf Grundlage der vorliegenden Studie zur integrierten Hochwasservorsorge für das Bornheimer Stadtgebiet wurden in den letzten Jahren zahlreiche Investitionen umgesetzt. Eine vollständige Ableitung seltener oder extremer Starkregenfälle in die Abwasserkanäle ist derzeit und künftig nicht realisierbar. Eine hundertprozentige Absicherung gegen Starkregenfolgen ist technisch nicht möglich.

Bin ich betroffen?

Im Februar 2015 wurde die Studie zur Integrierten Hochwasservorsorge im Stadtgebiet Bornheim verschiedenen politischen Gremien vorgestellt, die in der Presse ebenfalls bekannt gemacht wurde. In dieser Studie wurde in verschiedenen Straßen des Stadtgebietes Bornheim eine Überflutungsgefahr festgestellt, die teilweise während des Ereignisses vom 14.07.2021 eingetreten ist.

Welche Straßen und damit auch welche Grundstücke von Überflutungen betroffen sind, können Sie den seit 2015 vorliegenden Hochwasservorsorgekarten entnehmen. 

Diese stellen den Ist-Zustand bei einem 100-jährigen Regenereignis für den Bereich 1 (Merten und Walberberg), Bereich 2 (Merten, Sechtem und Walberberg), Bereich 3 (Merten, Sechtem, Rösberg und Walberberg), Bereich 4 (Brenig, Dersdorf, Hemmerich, Kardorf und Waldorf), Bereich 5 (Bornheim und Roisdorf) sowie Bereich 6 (Hersel, Uedorf und Widdig) dar. 

Ausserdem finden Sie auf den Seiten der Stadt Bornheim unter www.bornheim.de/unwettervorsorge noch weitere Informationen u.a. auch zu dem Ereignis vom 14.07.2021.

Das Land NRW hat Starkregengefahrenkarten für ein seltenes sowie ein extremes Starkregenereignis und eine Hochwasserrisikokarte veröffentlicht.

Wie kann ich mich vor Überflutungen durch Oberflächenwasser schützen?

Tiefliegende Gebäudeöffnungen (Kellerfenster, Kellertreppen, Lichtschächte, Eingangstüren im Erdgeschoss) können Sie gegen oberflächlich eindringendes Wasser - je nach örtlichen Gegebenheiten - durch Erdwälle, Sockelmauern, druckdichte Fenster oder Türen, Einbau von Klappschotten oder Aufkantungen im Bodenbelag schützen. Vor dem Hintergrund der fehlenden Vorwarnzeiten bei Starkregenereignisse sind grundsätzlich permanente bzw. vollautomatische Schutzelemente zu bevorzugen.

Produkte für private Objektschutzmaßnahmen finden Sie u.a. auf den Seiten des HochwasserKompetenzCentrum (HKC) e.V.

Was kann ich gegen Sickerwasser und Bodenfeuchtigkeit tun?

Durch die Zunahme der Niederschläge wird zumindest temporär der Grundwasserstand ansteigen. Nach anhaltenden Nässeperioden oder nach einem Starkregen kann sich zusätzlich aufstauendes Sickerwasser im Boden sammeln. Dieses von außen anstehende oder drückende Wasser kann zur Kellerdurchfeuchtung führen, wenn die Wände nicht in ausreichendem Maße durch wassersperrende Schutzanstriche etc. geschützt sind. Oftmals wird das Grundwasser für feuchte Keller verantwortlich gemacht, obwohl andere Ursachen für die Vernässung vorliegen können, beispielsweise eine fehlende Rückstausicherung im Keller, undichte Rohrverbindungen in den Grundleitungen oder durch Rohreinführungen in den Außenwänden.

Muss ich mich gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanal schützen?

Ja, dies wird in der Abwasserbeseitigungssatzung des StadtBetrieb Bornheim festgelegt.
Demnach hat sich der Grundstückseigentümer gegen Rückstau von Abwasser aus dem öffentlichen Kanal zu schützen. Hierzu hat er in Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene (in der Regel die Straßenoberkante) funktionstüchtige sowie geeignete Rückstausicherungen gemäß den allgemein anerkannten Regeln der Technik einzubauen. Die Rückstausicherung muss jederzeit zugänglich sein und so errichtet und betrieben werden, dass eine Selbstüberwachung des Zustandes und der Funktionstüchtigkeit der Anschlussleitung möglich ist.

Wie kann ich mich gegen Rückstau aus dem Kanal schützen?

Entwässerungseinrichtungen (Toiletten, Waschbecken, Duschen) sollten möglichst oberhalb der Rückstauebenen installiert werden. Dies ist der beste Schutz. Ist dies nicht möglich oder wenn Sie im Untergeschoss darauf nicht verzichten möchten, besteht die Möglichkeit u.a. des Einbaus von Rückstauverschlüssen, Sicherung durch Hebeanlagen etc. Hierbei gibt es aber einiges zu beachten. Daher sollten Sie zusammen mit Ihrem Sanitärfachbetrieb die verschiedenen Möglichkeiten überprüfen.

Hinweis: Bitte achten Sie darauf, dass im Falle eines Rückstaus das Wasser von Ihren Dachflächen und aus dem Obergeschoss nicht gegen die geschlossene Rückstausicherung drückt.

Nähere Informationen hierzu finden Sie im Rückstau-Handbuch und auf den Seiten der Verbraucherzentrale NRW.

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Selbstverständlich sind wir auch persönlich für Sie da und beantworten Ihre Fragen.

Frau Ortwein

Telefon 02227 / 9320-78
Telefonische Erreichbarkeit Donnerstag von 8:30 – 12:30

E-Mail:  starkregenberatung(at)sbbonline.de

Donnerbachweg 15

53332 Bornheim

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