Das Bornheimer Stadtgebiet liegt teilweise im Grundwassermessnetz des Erftverbandes.
Die aktuellen Grundwassergleichen und -differenzen für das 1. Grundwasserstockwerk und für tiefere Stockwerke werden über die interaktive Kartenansicht des WebGIS Erftverband zur Verfügung gestellt. Grundwassergleichenpläne können mit Hilfe der Druckfunktion des WebGIS erstellt werden.
Weitergehende Auskünfte zu Grundwasserständen sowie Grundwasserganglinien, Grundwassergleichen- und Grundwasserdifferenzenpläne können beim Erftverband gegen ein Bearbeitungsentgelt angefordert werden.
Ansprechpartner beim Erftverband ist Herr Geert Schut (Tel. 02271 88-1296)
Auszüge aus der Hochwasserschutzfibel des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen:
(unter Downloads können Sie sich die komplette Hochwasserschutzfibel herunterladen)
Bei wasserdurchlässigen Bodenarten (zum Beispiel Sand, Kies) ist im Hochwasserfall mit einem kurzfristigen Ansteigen des Grundwasserspiegels zu rechnen. In Gewässernähe kann vereinfacht angenommen werden: Hochwasserstand = Grundwasserstand.
Bei einem Anstieg des Grundwasserspiegels über die Gründungssohle entstehen aufgrund des Wasserdrucks zusätzliche Beanspruchungen der Bauwerkssohle und -wände. Man spricht von drückendem Grundwasser. Als wichtige Grundtypen der Gebäudeabdichtung werden die „Schwarze Wanne“ und die „Weiße Wanne“ unterschieden.
Als „Schwarze Wanne“ nach DIN 18533 (Bauwerksabdichtung erdberührter Bauteile) bezeichnet man eine Abdichtung, bei der die betroffenen Gebäudebereiche durch Bitumen- oder Kunststoffdichtungsbahnen allseitig umschlossen werden. Die Abdichtungsebene sollte stets auf der Außenseite der Rohbaukonstruktion angeordnet sein, sodass die Dichtungsbahnen durch die Wasserbeanspruchung in günstiger Weise an die Gebäudewände und -sohle angedrückt werden.
Nur geringfügig eingestaute Gebäude haben in der Regel eine ausreichende Auftriebssicherheit. Fachplanende sollten diese Auftriebssicherheit aber unbedingt für jedes gefährdete Gebäude nachweisen. Neben der Auftriebssicherheit des Gesamtgebäudes müssen auch die einzelnen Gebäudeteile auf den erhöhten Wasserdruck bemessen sein. Deshalb sind im Allgemeinen Kellerwände und Gründungssohlen in Stahlbeton auszuführen. Außerdem ist die Gründungssohle durch ausreichende Verankerungen gegen Aufschwimmen oder Aufbrechen zu sichern….
Als „Weiße Wanne“ versteht man die Ausbildung der Außenwände und der Bodenplatte als geschlossene Wanne aus wasserundurchlässigem (WU-)Beton entsprechend den hierfür geltenden technischen Regelwerken und Normen. Zusätzliche Dichtungsbahnen sind nicht erforderlich. Bei der Bauausführung muss auf eine sorgfältige Ausführung der Arbeitsfugen geachtet werden…..
Wenn Auftrieb oder Wasserdruck die Gebäudestandsicherheit gefährden, dann ist die einfachste und kurzfristig wirkungsvollste Gegenmaßnahme, das Gebäude teilweise oder auch vollständig zu fluten. Eine Flutung mit sauberem Wasser kann Folgeschäden durch Schmutz oder Schadstoffe verringern. Durch eine Flutung wird im Gebäudeinneren ein Gegendruck aufgebaut, der den von außen auf das Gebäude wirkenden Kräften entgegenwirkt und die resultierenden Kräfte auf Wände und Sohle deutlich reduziert. Zusätzlich wird die Gebäudelast um das Gewicht des Wassers erhöht.