Versickerung und Einleitung von Niederschlagswasser auf Privatgrundstücken

Wie alle Betreiber von Abwasserwerken ist auch der StadtBetrieb zur einer wirtschaftlichen Abwasserbeseitigung angehalten.
Daher gibt es den sogenannten „Anschluss- und Benutzungszwang“ an die Kanalisation. Das Niederschlagswasser von bereits länger bebauten Grundstücken wird meist ebenfalls in die Kanalisation eingeleitet.

Die Verrieselung, Versickerung oder Einlietung in eine Gewässer sind aus wasserwirtschaftlicher Sicht jedoch genauso wünschenswert, wo sie technisch möglich ist. Der Aufwand sollte dabei wirtschaftlich vertretbar bleiben. Wenn also ein Grundstückseigentümer sein Niederschlagswasser wieder dem natürliche Wasserkreislauf zuführen möchte, muss er Folgendes beantragen:

  • Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang beim StadtBetrieb Bornheim AöR
  • Ggf. wasserrechtliche Erlaubnis für eine Versickerungsanlage beim Rhein-Sieg-Kreis (s.u.)
  • Ggf. Erlaubnis zur Einleitung in ein Gewässer bei den Bachveränden externer Link: Bäche in Bornheim

 

Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang

Eine Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang sowie eine Anpassung der Gebührenberechnung für das Abwasser sind beim StadtBetrieb Bornheim zu beantragen. Je nach den Umständen ist zusätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Für eine Befreiung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Boden muss ausreichend durchlässig sein, ggf. ist ein Bodengutachten erforderlich
  • Nachbargrundstücke dürfen auch bei Starkregen nicht beeinträchtigt werden
  • Das Niederschlagswasser ist sauber oder nur wenig verschmutzt. 

Die Anträge können formlos gestellt werden.

Wasserrechtliche Erlaubnis für eine Versickerungsanlage

Die wasserrechtliche Erlaubnis für eine Versickerungsanlage ist beim Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises (Zentrale: 02241/13-0) zu beantragen. Ansprechpartner für privat genutzte Grundstücke ist Herr Lichtenthäler (Durchwahl -2306).

Ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen, verschiedenen Versickerungsanlagen, ggf. erforderlichen wasserrechtlichen Erlaubnissen, Hinweise zu Bau und Betrieb sowie den entsprechenden Antrag hat der Rhein-Sieg-Kreis zusammengestellt: Merkblatt

Weitere Informationen sind auf der Internetseite: Niederschlagswasserbeseitigung oder beim Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises erhältlich.

Wenn die Versickerung innerhalb eines Wasserschutzgebietes erfolgen soll, ist in jedem Fall eine Erlaubnis erforderlich.
Teile des Stadtgebietes in Bornheim sind als Wasserschutzzone für das Wasserwerk Urfeld ausgewiesen.
Die Schutzzone III B beginnt auf Bonner Stadtgebiet und umfasst in Bornheim die Ortschaften Hersel (außer Randbereichen) und Uedorf sowie große Teile von Roisdorf und Bornheim. Im Bereich Widdig schließt sich die Schutzzone III A an.

In diesen Schutzzonen ist die Versickerung von unverschmutztem Niederschlagswasser von Dachflächen und nicht befahrbaren Flächen aus Wohngebieten (oder vergleichbaren Gebieten) über Rigolen oder Mulden zulässig. Gering verschmutztes Niederschlagswasser von Park- und Stellplätzen, Zufahrten von Wohnhäusern, Wohnstraßen, darf nur über eine belebte Bodenzone versickern. Im Wasserschutzgebiet ist die Befestigung von befahrbaren Flächen mit Versickerungspflaster nicht gestattet.

Wasserschutzzonen im Stadtgebiet Bornheim

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StadtBetrieb Bornheim AöR
Donnerbachweg 15
53332 Bornheim

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Tel.: +49 2227 9320 0
Mail: sbbmail(at)sbbonline.de

 

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