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Versickerung von Niederschlagswasser in Gewerbebetrieben

Bei Gewerbebetrieben, die vielfach große Dach- und Hofflächen besitzen, fallen oft erhebliche Mengen von Niederschlagswasser an. Die Versickerung von Niederschlagswasser ist daher nicht nur aus wasser-, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht interessant. Sie ist allerdings nur zulässig,

Stark belastetes Wasser muss in die Kanalisation geleitet werden. Bei unbelastetem oder nur schwach belastetem Niederschlagswasser lohnt es sich zu prüfen, ob eine Versickerung möglich und zulässig ist.

Folgendes Merkblatt des Rhein-Sieg-Kreises enthält ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen,  verschiedenen Versickerungsanlagen, ggf. erforderlichen wasserrechtlichen Erlaubnissen, Hinweise zu Bau und Betrieb sowie den entsprechenden Antrag: Pdf-Datei Merkblatt. Weitere Informationen sind bei dem Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises und auf der folgenden Internetseite: Niederschlagswasserbeseitigung erhältlich.

Dabei ist von großer Bedeutung, ob der Betrieb in einer Wasserschutzzone liegt. In Bornheim sind Teile des Stadtgebietes als Wasserschutzzonen für das Wasserwerk Urfeld ausgewiesen. Wie aus dem unten abgebildeten Kartenausschnitt ersichtlich, beginnt die Schutzzone III B bereits auf dem Bonner Stadtgebiet und umfasst in Bornheim die Ortschaften Hersel (außer Randbereichen) und Uedorf sowie große Teile von Roisdorf und Bornheim. Im Widdiger Bereich schließt sich die Schutzzone III A an.
In den Schutzzonen ist das Versickern des auf Gewerbegrundstücken anfallenden Niederschlagswassers der Dach- und Hofflächen nur zulässig, wenn diese hinsichtlich ihrer Verschmutzung mit einem Wohngebiet vergleichbar sind und die Versickerung über eine belebte Bodenzone erfolgt. Die Befestigung befahrbarer Flächen mit versickerungsfähigem "Öko-Pflaster" ist dagegen nicht zulässig. Für Gewerbebetriebe in einer der Schutzzonen ist eine Versickerung also meist nur eingeschränkt möglich. Hier entscheidet die Untere Wasserbehörde je nach den Umständen des Einzelfalles.
Die wasserrechtliche Erlaubnis für eine Versickerungsanlage ist bei dem Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises (Zentrale: 02241/13-0) zu beantragen. Die Ansprechpartner dort sind Herr Lichtenthäler (Durchwahl -2306) für kleinere gewerblich genutzte Grundstücke und Frau Lange (Durchwahl -3290) für gewerblich genutzte Grundstücke über 5.000 m².
Zuständig für die Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang, die Herausnahme der Flächen aus der Gebührenberechnung oder die Reduzierung des Gebührensatzes für das Niederschlagswasser ist der StadtBetrieb Bornheim (Tel. 02227/9320-0), dessen Servicetelefon Sie unter der Durchwahl -90 erreichen.

Wasserschutzzonen im Stadtgebiet Bornheim